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Bürgerabend zur geplanten Photovoltaik-Freiflächenanlage in Schöffau

Alexander Sommer (Projektentwickler) präsentiert die Projektidee in Schöffau

Alexander Sommer (Projektentwickler) präsentiert die Projektidee in Schöffau

Der Saal im Gasthof „Lieberwirth“ war bis auf den letzten Platz gefüllt: Auf Einladung des Gemeinderats und des Bürgermeisters Rupert Wintermeier kamen interessierte Schöffauer zusammen, um über den möglichen Standort einer Photovoltaik-Freiflächenanlage zu diskutieren.

Thematisiert wurden aber auch allgemein die Energiewende und die Möglichkeiten von PV-Anlagen in der Region: Simon Köppl von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft in München stellte den aktuellen Forschungsstand zu erneuerbaren Energien und Netzintegration dar. Seine Hauptaussagen waren, dass die Netzkapazität in der Region auch bei weiterem Ausbau der Solarenergie in der Region ausreichen wird, und dass auch bei allen Anstrengungen zur Energieeinsparung der Bedarf nach erneuerbaren Energien aufgrund zunehmender Elektromobilität tendenziell wachsen wird.

Andreas Scharli von der Energiewende Oberland gab anschließend einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Energiewende in der Region Oberland und im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Laut Energiekonzept der Gemeinde Uffing werden bereits 37% des Strombedarfs durch Erneuerbare Energien gedeckt. 29 Prozent davon stammen aus Solaranlagen auf den Dächern im Gemeindegebiet. Die geplante Freiflächenanlage würde den Anteil der Erneuerbaren um 8,5% auf insgesamt 45,5 % erhöhen.

Zum Schluss präsentierte Sigfried Piegsa die Position des Arbeitskreises Energie Uffing. Der Arbeitskreis spricht sich grundsätzlich für die PV-Anlage aus, gibt aber zu bedenken, dass die Anlage in das Landschaftsbild integriert werden soll.

In der anschließenden Diskussion wurden die Vor- und Nachteile des geplanten Standortes und mögliche Auswirkungen auf die Gemeinde angeregt aber sachlich diskutiert. Der Gemeinderat wird in der Januar Sitzung das Thema erneut auf die Tagesordnung setzen und das weitere Vorgehen festlegen.