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Strahlende Sonne bei diesjähriger Solarpeisvergabe

Geretsried, Holzkirchen und Peiting erhalten Ehrung

 Die Energiemanagerin der Stadt Geretsried, Roswitha Foißner, nahm den Preis erfreut entgegen

Die Energiemanagerin der Stadt Geretsried, Roswitha Foißner, nahm den Preis erfreut entgegen

Erfreute Gesichter der Preisträger und eine strahlende Sonne umrahmten die diesjährigen Solarpreisverleihungen an die Stadt Geretsried sowie an die Marktgemeinden Holzkirchen und Peiting. Die Energiewende Oberland vergibt jedes Jahr den Preis für die höchsten Zubauten an Photovoltaik innerhalb des Vorjahres; somit also für neue Anlagen in 2016.

Bereits zum dritten Mal dabei war die Stadt Geretsried, die mit einem Zuwachs von 1,2 Megawatt-Peak den ersten Preis erhielt. „Dies ist Ansporn für die Stadt und ein guter Start für weitere geplante Aktionen wie zum Beispiel das Solarfrühstück, das private Betreiber von Photovoltaik-Anlagen zu einem regelmäßigen Effizienz-Austausch an einen Tisch bringt“, freute sich Energiemanagerin Roswitha Foißner, die den Preis stellvertretend für Bürgermeister Michael Müller vom 1. Vorstand der EWO, Josef Kellner entgegennahm.

Für eine Zubauleistung von 311 Kilowatt-Peak (kWp) überreicht Kellner die Urkunde für Platz 2 an den Bürgermeister der Marktgemeinde Holzkirchen, Olaf von Löwis. Wesentlich zum Zubau beigetragen hat, neben dem Engagement zahlreicher privater Haushalte, eine Anlage der Firma Klinge Pharma GmbH sowie eine Bürgersolaranlage mit 39 kWp der Energiewende Oberland GmbH auf dem Dach des Grünen Zentrums Holzkirchen. Der solare Deckungsanteil in der Gemeinde ist hierdurch auf 8 Prozent gewachsen.

Bürgermeister Asam, der ebenfalls zum dritten Mal zum Kreis der Geehrten gehört, freute sich über die gute Entwicklung der Photovoltaik in seiner Gemeinde, die bereits 17 Prozent des Stromverbrauchs aus der Sonnenkraft deckt. Alle regenerativen Stromquellen, also auch Biomasse, Windenergie und Wasserkraft sorgen sogar für beeindruckende 30 Prozent Ökostrom vor Ort.

Erfreulicher Weise nehmen immer mehr private Haushalte die Möglichkeit war, mit Hilfe eines Energiespeichers das Potential ihrer PV-Anlagen zu erhöhen und sich hierdurch eine höhere Grundversorgung zu sichern. Konkret heißt das: Nutzung des Photovoltaikstroms auch in den Abendstunden. Für Energiespeicher gibt es noch bis Ende 2018 Zuschüsse von der KfW-Bank. Auch Gewerbetreibende haben den Sonnenstrom als lukratives Geschäftsmodell inzwischen entdeckt, denn der erzeugte Strom kann, wie im Falle der Geltinger Firma Loxxess, tagsüber optimal genutzt werden. Laut Energiemanager Andreas Scharli (EWO) kann eine Firma mit Hilfe der Photovoltaik inzwischen den benötigten Strom für etwa 10 Cent und private Haushalte für etwa 16 Cent pro Kilowattstunde erzeugen.

Eine besondere Bedeutung wird der Photovoltaik in Zukunft noch durch die steigende Nutzung der E-Mobilität zukommen, denn der Ladestrom für die Autobatterie kann dann direkt kostengünstig aus der privaten oder firmeneigenen PV-Anlage gezapft werden.

  • Solarpreisvergabe (Platz 2) an den Markt Holzkirchen mit v.l.n.r.: 1. EWO-Vorstand Josef Kellner, Bürgermeister Olaf von Löwis und EWO-Vorstand Peter Haberzettl.

  • Solarpreisvergabe (Platz 3) an den Markt Peiting mit v.l.n.r. EWO-Solarberater Manfred Zäh, Bürgermeister Michael Asam und 2. EWO-Vorstand Hans Mummert.