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Feierliche Auszeichnung für Penzberg

Feierliche Auszeichnung für Penzberg

Penzberg feiert Auszeichnung zur Energiewende-Kommune 2016 unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Ilse Aigner

Die umfassende Beteiligung von Bürger und der Wirtschaft stellt eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende dar. Kommunen leisten dazu einen bedeutenden Beitrag. Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland möchte dieses besonderes Engagement in den Kommunen des Oberlandes durch die jährliche Vergabe des Preises „Energiewende Kommune" hervorheben und den ehren- und hauptamtlichen Beteiligten für ihre Tätigkeiten bei der Umsetzung der Energiewende danken.

„Dieser Preis soll Leuchtturm-Projekte in Sachen Energiewende sichtbar machen und andere Gemeinde motivieren, die Energiewende vor Ort mit konkreten Maßnahmen voranzutreiben. Der Vorstand der Bürgerstiftung gratuliert der Stadt Penzberg zu diesem Preis und die damit verbundene Anerkennung“, erklärt Josef Kellner, Vorstandsvorsitzender der EWO im Rahmen der Verleihung.

Statement der Schirmherrin Staatsministerin Ilse Aigner

Die Bayerische Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner würdigt die Stadt Penzberg als Vorreiter der Energiewende und ehrt die Stadt als „Energiewende-Kommune des Jahres 2016“:

„Es gibt viele, die nur über die Energiewende reden. Was wir aber brauchen sind Leute, die handeln und es nicht bei Worten belassen. So wie in Penzberg. Hier werden die Ärmel hochgekrempelt, und es wird angepackt. Zahlreiche Energiewende-Projekte wurden bereits durchgeführt und ein starker regionaler Beitrag zur Energiewende geleistet. Dieser Beitrag steht in Penzberg auf einer breiten Basis. Schon 2011 wurde ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt. Seitdem wird die Umsetzung konsequent vorangetrieben mit der Einrichtung einer Energieberatungsstelle im Rathaus, der Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement oder einem Wärme- und Solarpotenzial-Kataster. Das sind nur einige Beispiele, die zeigen: In Penzberg weiß man, wie Energiewende geht. Die Auszeichnung „Energiewende-Kommune des Jahres 2016“ ist also vollauf verdient. Herzlichen Glückwunsch!

Mein besonderer Dank gilt auch der Bürgerstiftung Energiewende Oberland. Als regionale Energieagentur koordiniert sie hervorragend alle Aktivitäten in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Sie setzt vor Ort an, wenn es um die richtigen Maßnahmen im Rahmen der Energiewende hier im Oberland geht. Ihr Fokus richtet sich darauf, das ökologisch Notwendige mit dem wirtschaftlich Vertretbarem klug zu verbinden. Und diese Rechnung geht auf. Das Engagement der Energieagentur Oberland für die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern sichert Wertschöpfung, schafft neue Arbeitsplätze und gestaltet die Zukunft des Oberlandes.“

Kriterien zur Vergabe

Bewerben konnten sich alle Gemeinden aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau sowie Stifterkommunen aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen, die folgenden Kriterien genügen:

1) Grundvoraussetzung für die Vergabe der Anerkennung ist die Vorlage eines ganzheitlichen Konzepts der Gemeinde, in dem dargestellt wird,

  • mit welchen Maßnahmen,
  • mit welcher Bürgerbeteiligung und
  • in welchem Zeitrahmen

die Energiewende in der Gemeinde umgesetzt werden soll.

2) Zusätzlich soll mindestens ein herausragendes Energiewende-Projekt durchgeführt worden sein, das

  • Pilotcharakter hat, innovativ und auf andere Gemeinden übertragbar ist,
  • die Bürger/Innen aktiv bei der Planung und Umsetzung einbezieht und/oder
  • die Vernetzung zwischen Unternehmen, Bürger/Innen und Kommune gewährleistet.

Die Auswahl der „Energiewende-Kommune 2016“ erfolgte durch eine Jury aus Mitgliedern der Energiewende Oberland.

Die ausgewählte Stadt Penzberg erhält eine entsprechende Tafel zur Befestigung an einer öffentlichen und prominenten Stelle, um das Engagement der Kommune nach außen zu präsentieren. Die Enthüllung der Tafel "Energiewende-Kommune 2016" wird öffentlichkeitswirksam unter Anwesenheit der Schirmherrin, Frau Staatsministerin Ilse Aigner, Vertretern der Energiewende Oberland, beteiligten Akteuren vor Ort, politischen Vertretern und der Presse vollzogen.

Die Bewerbung der Stadt Penzberg 

Die Auszeichnung verdiente sich die Stadt Penzberg unter anderem durch:

  • die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts im Jahr 2011 und dessen konsequente Umsetzung,
  • der Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement,
  • zahlreichen Veranstaltungen und Veröffentlichungen für Bürgerinnen und Bürger zu den Themen des Klimaschutzes und der Energiewende,
  • einer frühen Kooperation mit der Verbraucherzentrale Bayern und der Errichtung eines Energieberatungsstützpunkts im Rathaus,
  • effiziente Straßenbeleuchtung,
  • ein Magazin zur Energieeinsparung
  • Photovoltaik auf städtischen Liegenschaften,
  • Wärme- und Solarkataster
  • Energieeffizienztreffen der Unternehmen (Ökoprofit)
  • Bildungsprojekte

Ansprechpartner für die Presse

Josef Kellner
Vorstandsvorsitzender
Bürgerstiftung Energiewende Oberland

Kellner@energiewende-oberland.de
Tel.: 08856 80 53 6-0