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Praxisbeispiel: Die Sonne schickt keine Rechnung

Solarpionier Wolfgang Dollinger hat ein Plus-Energie-Gebäude

Foto: Dollinger, Text und Foto: (c) Alfred Schubert

Foto: Dollinger, Text und Foto: (c) Alfred Schubert

Wolfgang Dollinger hat eine alte Gewerbeimmobilie zum Plus-Energie-Gebäude saniert, das mehr Solarstrom produziert, als der Betrieb an Energie verbraucht.

"Die Sonne schickt keine Rechnung." Dieses Motto bestimmt das Handeln des Unternehmers Wolfgang Dollinger schon lange. Als er in Weilheim ein 40 Jahres altes Gewerbegebäude erwarb, baute er es nach seinen Vorstellungen um. Eine bessere Wärmedämmung der Gebäudehülle sorgt dafür, dass nicht nur weniger Heizenergie benötigt wird, sondern auch die Klimaanlage überflüssig wurde. Eine thermische Solaranlagie an der Südfassade erwärmt das Brauchwasser, eine PV-Anlage mit einer Spitzenleistung von 130 Kilowatt liefert tagsüber den Strom für den Eigenbedarf - das sind rund 20 Kilowatt, der Rest wird ins Netz eingespeist. Selbst in der Nacht nutzen Server und Lüftungsanlage Eigenstrom, der in einer Batterie mit einer Kapazität von zwölf Kilowattstunden gespeichert ist. Außerdem fahren zwei Firmenfahrzeuge mit Solarstrom. Die vier verschiedenen Heizungen - Wärmepumpe, Pelletskessel, Blockheizkraftwerk und Brennwerttherme - wären eigentlich nicht nötig, haben aber dennoch ihren Sinn: Sie zeigen Dollingers Kunden, wie man effizient heizen kann. Seine Investition hat der Unternehmer wirtschaftlich sinnvoll kalkuliert. "In sechs bis acht Jahren", so Dollinger, "hat sich alles amortisiert."