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Praxisbeispiel: Sonne und Holz

Stefan Pröbstl nutzt Lage und Ausrichtung

Foto: Pröbstl, Text und Foto: (c) Alfred Schubert

Foto: Pröbstl, Text und Foto: (c) Alfred Schubert

Die drei Wohnungen im Haus von Stefan Pröbstl beziehen ihre Wärme von Sonnenkollektoren und aus zwei Holzfeuerungen.

"Ich wollte schon immer mit Holz heizen", so Stefan Pröbstl, "habe aber trotzdem alle Heizungsarten durchgerechnet." Schließlich hat sich der Hohenpeißenberger Maurermeister für eine Kombination aus kostenloser Sonnenenergie und Holz entschieden. Beim Bau seines Mehrfamilienhauses mit einer Wohnfläche von 330 Quadratmetern hat er auf optimale Ausrichtung, eine kompakte Form und Ziegel mit hoher Wärmedämmung Wert gelegt. Hinzu kommt die relativ steile Dachneigung von 30 Grad, so dass die acht Kollektoren mit einer Gesamtfläche von 20 Quadratmetern auch in Winter noch Wärme liefern. 7500 Kilowattstunden Wärme speisen sie pro Jahr in einen Pufferspeicher mit einem Volumen von 2000 Litern ein. Im Winter übernehmen ein Pelletskessel mit einer Leistung von zehn Kilowatt und ein mit Scheitholz befeuerter Kaminofen mit Wassertasche die Erzeugung der zusätzlich benötigten Wärme. Die Wärme wird über eine Fußbodenheizung verteilt, das Brauchwasser wird in einem Wellrohr aus Edelstahl erwärmt, das in den Pufferspeicher eingebaut ist. Und Pröbstl denkt noch einen Schritt weiter. Auf dem Dach ist Platz für eine Photovoltaik-Anlage, die einmal die Stromversorgung der Bewohner übernehmen soll.