Ist die Atomenergie nötig?

Die Havarien in Three Mile Island, Tschernobyl und die Störfälle in Schweden, Deutschland und Frankreich sowie neuerdings die Katastrophe in Fukushima, haben deutlich gemacht, dass es keine absolut sicheren Atomkraftwerke gibt.

So hoch die Sicherheitsstandards auch sein mögen, menschliche Faktoren sowie unvorhersehbare Naturkatastrophen können niemals völlig ausgeschlossen werden, so dass immer ein erhebliches „Restrisiko“ verbleibt, das unkalkulierbar ist und auch keine nachhaltige Perspektive für diese Technologie zulässt. Hinzu kommen die weiterhin ungelösten Fragen der Endlagerung der radioaktiven Abfälle und das Risiko des Schwarzhandels mit atomarem Material zum Bau von so genannten schmutzigen Bomben.

Unter diesen Umständen befürwortet die „Energiewende Oberland“ den schnellstmöglichen, technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich erreichbaren Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie zur Produktion von Elektrizität. Deutschland als eine der führenden Industrienationen muss sich dieser Herausforderung stellen. Dazu müssen bestehende Alternativen genutzt und geeignete Versorgungskonzepte unverzüglich umgesetzt werden.

Die Energiewende Oberland setzt dabei auf die dezentrale Stromerzeugung u.a. durch Kraft-Wärme-Kopplung und Einsatz regenerativer Energien, mit deren Hilfe die Wertschöpfung in der Region verbleibt und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.